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Unsere Forderungen zum REHA-Gesetz
Wir haben gehört, daß das REHA-Gesetz geändert werden soll.
Wir haben in der politischen Arbeitsgruppe beschlossen, Briefe mit
unseren Forderungen zum REHA-Gesetz an die Verantwortlichen zu
schreiben.
Über einen längeren Zeitraum versenden wir alle 2 Wochen eine neue
Forderung.
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Forderung Nr. 1 |
der ganze Brief
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Wir wollen, dass es das Gesetz auch
leicht lesbar und verständlich gibt!
Leicht lesbar heißt, dass das Gesetz
nicht nur in einer komplizierten Sprache geschrieben ist.
Das Gesetz sollen alle Menschen verstehen können, besonders die es
betrifft.
Das Gesetz soll leicht lesbar sein wie in der Steiermark.
Wenn Sie wissen wollen, wie das gemacht wurde, können Sie sich hier
informieren:
http://www.atempo.at/ |
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Forderung Nr.
2 |
der ganze Brief
als PDF-Dokument |
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Wir
wollen nicht, dass wir als „geistig behindert“ angesprochen
werden, sondern als „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ -
auch im Reha-Gesetz!
Wir wollen nicht „geistig
behindert“ genannt werden, weil es abwertend und verletzend
ist.Wir finden es besser, wenn im Reha-Gesetz „Menschen mit
Lernschwierigkeiten“ steht!
In vielen Richtlinien der EU ist das auch schon so.
Zum Beispiel in der Mitteilung an die Kommission:
Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung: Ein
Europäischer Aktionsplan
KOM (2003) 650 vom 30.10.2003, S. 21
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr. 3 |
der ganze Brief
als PDF-Dokument |
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Wir
fordern, dass Teilhabe und Selbstbestimmung als die
wichtigsten Ziele des Reha-Gesetzes festgelegt werden!
Menschen mit
Lernschwierigkeiten dürfen nicht ausgesondert werden, egal
ob sie eine schwere oder eine leichte Behinderung haben.
Sie sollen in allen Lebensbereichen so wie Menschen ohne
Behinderung teilhaben können.
Die wichtigsten Lebensbereiche sind Wohnen, Schule, Arbeit
und Bildung.
Mit Reha-Geldern finanzierte Vereine sollen weiters dazu
verpflichtet werden, die Selbstbestimmung von Menschen mit
Lernschwierigkeiten zu fördern.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
4 |
der ganze Brief
als PDF-Dokument |
Wir
fordern, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten von anderen
Menschen mit Lernschwierigkeiten beraten und unterstützt
werden!
Das nennt
man Peer Counseling und Peer Support.
Menschen, die ähnliche Lebenserfahrungen haben, können
einander sehr gut verstehen und weiterhelfen.
Wir finden es wichtig, dass im Reha Gesetz steht, dass
Menschen mit Lernschwierigkeiten Peer Counselingausbildungen
bezahlt werden.
Außerdem ist es sehr wichtig, dass an den Beratungsstellen
Peer Counseling und Peer Support angeboten werden. |
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Forderung Nr.
5 |
der ganze Brief
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Wir fordern Mitspracherecht für
Menschen mit Lernschwierigkeiten in Einrichtungen!
So wie in Firmen Betriebsräte möglich sind, sollen in allen
Reha Einrichtungen Selbstvertretungsgruppen (People First
Gruppen, Heimbeiräte oder Werkstatträte) gebildet werden
können.
Diese Gruppen müssen Unterstützung von außen bekommen und
nicht von den BetreuerInnen der Einrichtungen.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
6 |
der ganze Brief
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Wir fordern lebenslang
Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Lernschwierigkeiten!
Wir
fordern, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten bevor sie in
eine Einrichtung kommen, über verschiedene Angebote
aufgeklärt werden müssen.Auch wenn sie bereits in einer
Einrichtung sind,müssen sie regelmäßig über neue Angebote
informiert werden. Das sollte spätestens nach 4 Jahren
passieren.
Die Informationen müssen dabei von einer unabhängigen Person
kommen.
Am besten man beauftragt einen Peer Counselor. |
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Forderung Nr.
7 |
der ganze Brief
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Wir fordern, dass alle Menschen mit
Lernschwierigkeiten in allen Entscheidungen, die ihr Leben
betreffen, eingebunden werden!
Es ist
notwendig auch Menschen mit schwerer Behinderung oder
Personen, die sich nicht für alle verständlich ausdrücken
können, Wahlmöglichkeiten zu bieten.
Auch sie haben das Recht darauf selbst über ihre Zukunft zu
bestimmen.
Wir fordern, dass Beratungsstellen persönliche
Zukunftsplanungen nach dem Modell von O`Brian und Pearpoint
anbieten müssen!
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
8 |
der ganze Brief
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Wir fordern, dass Menschen mit
Lernschwierigkeiten auch als Erwachsene das Recht auf
Bildung haben!
Bildungsangebote müssen für alle Menschen barrierefrei
zugänglich sein. Die für Menschen mit Lernschwierigkeiten
notwendige Unterstützung, muss durch ein eigenes,
zusätzliches Budget geschaffen werden. Dazu gehört zum
Beispiel Wegbegleitung, Assistenz während des Kurses,
gegebenenfalls Nachhilfe und eine 2. Kursleitung. Menschen
mit Lernschwierigkeiten sollen direkt um dieses Geld
ansuchen können.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
9 |
der ganze Brief
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Wir
fordern, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten die kein
eigenes Einkommen haben, monatlich einen Mindestbetrag an
Geld zu ihrer freien Verfügung bekommen.
Wir wollen, dass Menschen die im Rahmen der Reha unterstützt
werden, mindestens soviel Geld zu ihrer freien Verfügung
bekommen, wie das "Taschengeld" im Rahmen der Grundsicherung
ausmacht. Wie in der Grundsicherung soll dies unabhängig vom
Bezug des Pflegegeldes und der erhöhten Familienbeihilfe
gelten.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
10 |
der ganze Brief
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Wir
fordern, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten das gesamte
Reha-Geld bekommen sollen, das für ihre Unterstützung und
Begleitung bezahlt wird.
Wir wollen damit unsere Unterstützung und Begleitung selbst
bezahlen.
Wir können damit Verträge mit Einrichtungen abschließen, die
wir selbst auswählen.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
11 |
der ganze Brief
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Wir
fordern, dass Reha-Bescheide Menschen mit
Lernschwierigkeiten ermöglichen, längerfristig
Entscheidungen zu treffen.
Zum Beispiel: Wohnraum wird mit Wohnbauförderungsmitteln
gebaut.
Daher ist es für Menschen mit Lernschwierigkeiten wichtig
langfristig zu wissen, wieviel Geld sie haben. Auch wenn
Menschen mit Lernschwierigkeiten ihre Ausbildung finanzieren
müssen, brauchen sie die Sicherheit, dass sie das notwendige
Geld bis zum Ende der Ausbildung bekommen.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
12 |
der ganze Brief
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Wir
fordern, dass Menschen mit Lernschwierigkeiten selbst
bestimmen können, wie, wo und in welcher Form sie leben und
wohnen möchten.
Wie bedeutet alleine oder mit mehreren MitbewohnerInnen,
wo bedeutet in der Stadt oder auf dem Land.
In welcher Form bedeutet ob Garcionniere, kleine oder
größere Wohnung usw.
Menschen mit Lernschwierigkeiten sollen viele,
unterschiedliche Möglichkeiten haben, damit sie ihre Wahl
treffen können.
Wenn Sie Fragen
haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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Forderung Nr.
13 |
der ganze Brief
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Wir
fordern, dass das Recht auf individuelle Unterstützung im
Bereich Wohnen im Reha-Gesetz verankert wird.
Menschen mit Lernschwierigkeiten müssen genau die
Unterstützung oder Assistenz bekommen, die sie benötigen,
egal wo sie leben oder arbeiten.
Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass Menschen mit
Lernschwierigkeiten ein Mitspracherecht bei der Auswahl
ihrer AssistentInnen haben.
Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an uns. |
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